Was für starke Teams, was für schlechte Wetteraussichten, was für ein heftiges Training noch kurz vor dem Wochenende. All das waren die Gefühle, die uns bewegten, als wir am Samstag in der Ruhrarena in Mülheim, zum 17. Drachenboot-Festval antraten.

Schon der erste Lauf am Morgen hatte es in sich. In strömendem Regen traten wir auf der Bahn 1 gegen die Fitness Power People, Dragon Dragooners und das Team von Cox one by drachenboot-events.com an. Mit großem Einsatz konnten wir den 1. Vorlauf mit dem 1. Platz für uns entscheiden. Im 2. Vorlauf am Mittag traten wir auf der Bahn 3 gegen die starken Mannschaften von den Titanix, den Broicher Seeadlern und noch mal Cox one by drachenboot-events.com an. In diesem Lauf konnten wir unsere Zeit aus dem 1. Lauf nochmal um fast eine halbe Sekunde unterbieten. Das Rennergebnis im 2. Vorlauf war denkbar knapp, aber auch hier fuhren wir an die Spitze und erreichten in diesem Vorlauf ebenfalls Platz 1.

Dies bedeutete für uns, dass wir es durch eine konstante Leistung und mit einem 4. Platz nach den Vorläufen ins A-Finale des höchsten Mixed-Cups auf dem MH-Festival (RWE Cup) geschafft hatten. Mitstreiter in diesem Finale waren die extrem starken Master of Disaster, das Team Lippeschreck und die RWE Energiebündel. Mit unserer Vorlaufplatzierung bekamen wir die Bahn 1 zugewiesen, die bekannterweise nicht zu den schnellsten Bahnen in MH gehört. Unser Team hatte nichts mehr zu verlieren und wir konnten nur noch voll auf Angriff fahren. Mit absoluter Konzentration, bekamen wir einen klasse Start hin und konnten uns bis zur Hälfte der Distanz bereits einen leichten Vorsprung erarbeiten.

Was wir nach Ende des Rennens direkt realisierten war: wir haben unser selbst gesetztes Ziel erreicht und sind nicht als letzte angekommen.

Was wir bis dahin nicht wußten: wir haben den Wettkampt gewonnen!!! Und das nicht zuletzt Dank unserer Steuerfrau Karin, die uns über die gesamten 250m immer wieder motivierte noch mehr aus uns herauszuholen, die uns anpeitschte und anschrieh. Nur so ist es uns gelungen alle 3 gegnerischen Boote hinter uns zu lassen und somit als erster über die Ziellinie zu fahren.

Nach der offiziellen Verkündung des Ergebnisses, gab es kein halten mehr. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, welches alle im Team überkam. Auch wenn uns bewußt war, daß wir sehr gut vorbereitet waren, hat doch niemand dran geglaubt, dass wir den Wettbewerb gewinnen würden und uns gegen Vereinsteams druchsetzen können, die weitaus häufiger trainieren als wir selbst.

Der krönende Abschluß beim 2.000m Verfolgungsrennen blieb uns leider vergönnt, da das Team Lippeschreck uns unmittelbar vor der 4. Wende den Weg abschnitt und wir das Boot komplett abstoppen mussten, um einen schweren Zusammenstoß zu verhindern. Technisch und konditionell sind wir ein sehr gutes Rennen gefahren, konnten aber durch diesen Not-Stop nicht mehr als den 6. Platz rausholen. Leider wurde durch diese Situation unsere Euphorie über den 1. Platz des Kurzstrecken-Wettbewerbs kurz ein wenig getrübt.

Auf der großen Bühne stehend, feiernd und mit dem riesigen Pokal in der Hand überwog dann aber doch die Freude und das Glücksgefühl!!

(Andy / Markus)