IMG 2183Unsere nächste Regatta stand an... Am Sonntag den 03.07.16 ging es nach Essen, um uns auf dem Baldeneysee wieder in den Wettkampf zu stürzen.

Gut vorbereitet haben wir uns vorgenommen endlich mal wieder einen Treppchenplatz einzufahren und das möglichst noch bei unserer ersten Regatta im Trockenen für dieses Jahr. Die Wetter-Vorhersage haben wir im Vorfeld natürlich regelrecht studiert und sie sah gar nicht soooooo schlecht aus. Natürlich sollte das unsere "schönste" Regatta werden, das war ja klar.  Aber: dann wurde vieles "anders" ....

Früh auf dem Gelände angekommen, sicherten wir uns einen guten Platz und bauten zunächst unsere beiden Pavillons auf. Um 10 Uhr stand schließlich unser erster Lauf an. Neben uns waren bereits andere "Teams" im Einsatz. Die DLRG war schon vor dem eigentlichen Start der Regatta vermehrt auf dem See aktiv. Erst bei genauerem Hinsehen wurde klar, was dort gerade erledigt werden sollte.... Insbesondere der Startbereich, als aber auch Teile der Bahnen waren von Algen übersäht. Am Vortag gab es dieses Problem wohl noch nicht. An anderer Stelle des Sees wurden erst am späten Abend Mäharbeiten durchgeführt, die die "Algenpracht" am Sonntag auf die Regattastrecke brachten. Eine Herausforderung, die den ganzen Tag über begleitete .... Die ersten drei Läufe mussten auf verkürzter Distanz ausgetragen werden. Statt der 250m wurden sämtliche Läufe bis zum Finale auf 200m ausgefahren. Parallel ackerte die DLRG, um die Algen in der Startzone bis zu den Endläufen zu beseitigen.

Unser erstes Rennen: im Qualifikationslauf starteten wir auf Bahn 3. Nach dieser ersten Runde erfolgt die Cup-Einteilung für den weiteren Tag.  Mit einer Zeit von 00:52,76 erreichten wir als erstes Boot und mit einem Vorsprung von rund 4,5 Sekunden auf das Folgende die Ziellinie. Der erste, bei uns oft  "holprige Lauf" war mit Bravour gemeistert. Ruhrfire erreichte mit einem Vorsprung von knapp 3 Sekunden als gesamt Erstplatzierter die Zeitläufe.

Knappe 1,5 Stunden später ging es in den ersten Zeitlauf. Dieses Mal auf Bahn 4. Die Bemühungen den Startbereich Algenfrei zu bekommen, hatten in der Zwischenzeit negative Auswirkungen auf die gesamte Rennstrecke. An vielen Stellen lagen große Algenteppiche mitten in den Bahnen. Das Wetter kippte ebenfalls, es zog deutlich mehr Wind auf und beim Einfahren wurden wir von leichtem Hagel überrascht. Doch auch diesen Lauf konnten wir mit einem ähnlich großen Vorsprung und mit einer Zeit von 00:52,91 für uns entscheiden. Bisher lief alles super!

12:50 Uhr - Zeitlauf B. Die Algen wurden immer mehr in die Rennstrecke gespült. Unsere Startbahn war dieses Mal die Bahn 2. Bereits vom Start auIMG 2186s sah man große Stellen mit dichtem Grün. Der Steuermann des nebenliegenden Bootes auf Bahn 1 bot an, auf deren Strecke mitzustarten, um nicht direkt von Beginn gegen diese erschwerten Bedingungen ankämpfen zu müssen. Leider war der Seitenwind von links mittlerweile stärker und die Strömung extremer, dass wir nicht gefahrlos und ohne über die Boje fahren zu müssen hätten starten können. Also: neues Einschwimmen auf der uns zugeteilten Startposition und Zähne zusammenbeißen … Erneut 1. Platz! Mit einer Zeit von 00:52,80 konnten wir das Rennen 1,5 Sekunden vor der Betriebssportmannschaft der Sparkasse, den „S-Moneydragons“ beenden.

Die folgenden 3 Stunden Pause bis zum A-Finale des Daytona-Cups verbrachten wir mit extrem abwechslungsreichen Wetterbedingen. Starkregen und  heftige Böen zwangen uns dazu unsere Pavillons durch eine große Plane wetterfest zu machen und alles nochmal vernünftig abzusichern. Im nächsten Moment wieder Sonne, sodass wir neben nassen Klamotten auch einen Sonnenbrand abbekommen haben.

Pünktlich zu den Finals wurde der eigentliche Startbereich von den festgesetzten Algen befreit und es ging nun auf der 250m Strecke in die Endläufe. Als bisher Bestplatzierter, mit durchweg konstanten Zeiten aus den vorangegangenen Läufen, waren wir die Gejagten und es war uns klar, dass dies ein schweres Rennen werden würde. Mit den „E-Center Dragons“ und den „S-Moneydragons“ hatten wir Teams neben uns, die wie wir Mannschaften der 3. Drachenbootliga sind. Ein Treppchenplatz sollte es mindestens werden. Schneller Start und sehr knappes Rennen. Alle 4 Boote gingen innerhalb derselben Sekunde über die Ziellinie. Den größten Abstand zum Folgeboot konnten wir herausfahren, auch wenn wir hier lediglich von 7 Zehnteln sprechen. Das Ruhrfire-Team hat es geschafft!! Nach knappen 3 Jahren stehen wir endlich wieder ganz oben auf dem Treppchen.

Ein Wahnsinns-Team… Danke für den tollen Tag!