Am Samstag den 29.08.15 startete das Team Ruhrfire bei der Drachenbootregatta in Essen – Kupferdreh.


Nachdem wir letzte Woche das A-Finale in Wesel um 4 Hundertstel Sekunden verpasst hatten, waren wir alle hochmotiviert und wollten diesmal unbedingt aufs Treppchen. Im ersten Rennen starteten wir auf der Bahn 1.! Was das bedeutete, sollte uns schon sehr bald klar werden.

Der Start im ersten Rennen klappte nur „suboptimal" aber wir waren noch guter Dinge das Rennen noch erfolgreich gestalten zu können. Das Team auf der Bahn 2, die Bugwelle Niederrhein, startete sehr gut und brachte bereits nach wenigen Schlägen einen gehörigen Abstand zwischen uns. Auch die anderen Teams schienen heute einfach besser zu sein. Unser Steuermann Jörg hatte schon am Start gesagt, dass erstens auf der Bahn 1 eine Boje leicht im Weg stände und vor allen Dingen die „Wasserpest Alge" nicht vollständig entfernt werden konnte. Dann nach ca. 100m hatten wir das Gefühl jemand würde uns festhalten. Das Boot kam nur noch sehr schwer von der Stelle und wir mussten alle Kräfte aufbieten um wenigstens einigermassen dran zu bleiben. Die letzten 50 Meter liefen wieder etwas besser aber es reichte nur zum 3. Platz. Welche Enttäuschung und dann die Zeit: 1:08,92 ! 2,5 Sekunden hinter der Bugwelle und 0,8 Sekunden hinter der Lokomotive Beyenburg. Wir waren alle niedergeschlagen – aber es reichte dann doch zum A-Cup auf Platz 5.

Im zweiten Rennen starteten wir auf Bahn 2. Wir gaben alles und es sollte sich auszahlen. In 1:07,49 fuhren wir die 4 beste Zeit hinter den Koksern, der Bugwelle und dem RWE Energiebündel.

Dann gab es das 3. Rennen auf der Bahn 4. Mit uns starteten Lokomotive Beyenburg, RWE Energiebündel und die Broicher Seeadler. Alles lief wie geschmiert. Unserer Schlagleute fuhren einen sehr langen Streckenschlag und am Ende blieb die Uhr bei 1:07,75 stehen. In dieser Runde die zweitbeste Zeit hinter der Bugwelle Niederrhein.

Als gesamt Dritter ins Finale - auf Bahn 1. Oh Schreck. Hoffnung hatten wir nicht viel, dass wir es noch aufs Treppchen schaffen würden, doch unser Trainer Andy peitschte uns ein und das Gefühl: „jetzt erst recht „ machte nochmal alle verfügbaren Kräfte frei. Ein super Start und extrem lange Schläge ließen uns über die „Algenpest" gleiten. Buchstäblich mit dem Messer zwischen den Zähnen kämpften wir und versuchten an den Teams Bugwelle Niederrhein, die Kokser und DraboManiacs dran zu bleiben. Am Ende war die Bugwelle klar vorne und auch die Kokser hatten uns geschlagen. Doch was war mit den DraboManias?  ...  Sicher war – es war sehr eng. Der Sprecher sagte die Zeiten durch und im Boot wurde es sehr still. Wieder knapp am Treppchen vorbei? 1:04,33 für die Bugwelle Niederrhein – Respekt!, Platz 2 die Kokser in 1:08,03 . Und dann? Der Sprecher sagte es war sehr, sehr knapp 4 Hundertstel haben entschieden! Da waren sie wieder die 4 Hundertstel. Alle lauschten gebannt und dann Platz 3 das Team – RUHRFIRE. Unbeschreiblicher Jubel im Boot ! Wir hatten es geschafft. Wahnsinn, was für ein Team!!


Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Das Verfolgungsrennen über 1200m stand an. Wir gingen als viertes Boot auf die Strecke. Gestartet wurde vom Steg aus im Abstand von 15 Sekunden – auch eine neue Erfahrung für uns. Vor uns ins Rennen gingen die Broicher Seeadler, California Dragons und die DraboManiacs. Im Nacken saßen uns Lokomotive Beyenburg, Bugwelle Niederrhein, die Kokser und RWE Energiebündel. Schnell war klar wir waren hoch motiviert und wir wollten Alles geben. Schon vor der ersten Wende waren wir dicht auf die DraboManias aufgelaufen. Unser Steuermann , Manni von den Eisvögeln, fuhr eine so super Wende dass wir nach der Kurve dran waren. Jeder merkte - heute geht was, heute läuft es super. Vor der zweiten Wende legte sich Manni die DraboManias zurecht und ging so eng an Ihnen vorbei so dass deren Trommlerin gut hörbar schrie: Die überholen uns! Und unsere Trommlerin Fiona schrie zurück: Ja wir überholen euch. Sie feuerte uns an und schrie sich im wahrstsen Sinne die Lunge aus dem Hals. Mit jedem Schlag schoben wir uns weiter vorbei und im Ziel war klar. Super gelaufen, alles gegeben, mehr war nicht drin. Aber die Zeiten wurden erst bei der Siegerehrung bekannt gegeben. Platz 2 hinter der Bugwelle!!

Was für ein Tag und was für ein Abschluss.

Danke an das Team, das wir mit nur 20 Leuten, ohne Verstärkung anderer Teams, eine solche Leistung erbracht haben.

Danke an Jörg der uns die ersten drei Rennen gesteuert hat, danke an Manni für die Super Wenden Im Verfolgungsrennen und danke an Fiona die uns wie gewohnt gepuscht hat.

Kalle