Oder: wie wir trotz neuer persönlicher Bestzeit, auf der Kurzstrecke in Wesel, nur auf dem 4. Platz landeten.

Es war glücklicherweise ein schöner Morgen, als wir vergangenen Samstag früh Richtung Auesee (Wesel) aufbrachen. 8 Uhr Treffpunkt ließ den ein oder anderen schon noch sehr müde aussehen. Allerdings hatten wir die ehrenvolle Aufgabe die Regatta im ersten Lauf mit zu eröffnen. Premiere! Das erste Rennen haben wir als Ruhrfire bisher noch nie bestritten. Das Frühstück musste also warten ...

Pünktlich um 9 Uhr ging es zusammen mit den „Stern Dragons Duisburg" und den „Bierteufeln" auf die Strecke. Gesteuert wurden wir im ersten Lauf von unserem Trainer Andy. Generell sind unsere ersten Rennen immer etwas „hakelig", aber die Zielzeit von 0:51,19 Min. machte Hoffnung: da geht heute was!

Das Ergebnis unseres zweiten Laufs um 10:36 Uhr bestätigte unseren Glauben. Mit einer Zeit von 0:50,91 Min. erreichten wir, vor den „Rotary Dragons" und den „Flying Dragons", die Ziellinie. Neue persönliche Bestzeit für Ruhrfire auf 200m!

Anschließend war zunächst mal Pause angesagt. Während die Regattaleitung die Einteilungen für die folgenden Läufe festlegte spekulierten wir über den neuen Turniermodus der Wesel'aner. Bereits bei der Teamcaptain-Besprechung wurde erklärt, dass jeweils zwei Zeiten aus den ersten drei Läufen zur Zuordnung der endgültigen Finals genutzt würden. Als bis hierin insgesamt Dritter des Tages sahen wir sehr gute Chancen auf einen Treppchen-Platz. Was uns bis dahin nicht bewusst war: lediglich der schnellste der ersten beiden Vorläufe wurde ausgewählt. Die Zeit des dritten Rennens galt als gesetzt.

Pünktlich zu unserem dritten Lauf veränderte sich die Wetterlage ein klein wenig. Es zog etwas Gegenwind auf. Die, in einem dennoch gefühlt guten Lauf, erreichte Zeit von 0:51,87 Min. bescherte uns einen Startplatz im B-Finale. Ärgerlich, besonders da der zeitliche Abstand zur Erreichung des A-Finals lediglich vier Hundertstel betrug.

Im Finallauf haben wir unsere Favoritenrolle zu keiner Zeit abgegeben. Vom Startschuss bis zur Ziellinie führten wir das Feld an. Mit einer Endzeit von 0:52,16 Min. verwiesen wir unsere Mitstreiter, die „WSW Airdragons" und die „Flürener Schwalben", auf die Plätze zwei und drei.

Sportlicher Abschluss des Tages war das 2.000m Verfolgungsrennen. Gefahren wurde in zwei Läufen. Als drittes Boot der zweiten Gruppe gingen wir auf die Strecke, die wir im Vorfeld intensiv trainiert hatten. Möglichst dicht am Vordermann dranbleiben und den im Nacken sitzenden „Samurais" davon fahren war unser Plan. Gesagt getan. Mit einer Zeit von 9:53,78 Min. erreichten wir, nach drei Wenden, das Ziel. Wieder der 4. Platz und wieder nur ganz knapp am Dritten vorbei. Es fehlte uns weniger als eine Sekunde (0:00,78 Min.) ...

So richtige Stimmung wollte bei der abschließenden Siegerehrung nicht aufkommen. Trotz der guten Zeiten und des gut laufenden Bootes waren wir enttäuscht über die undankbaren 4. Plätze.

Dennoch sind wir stolz auf unsere Teamleistung und vor allem darauf, dass wir mit nur einem Trainingstag pro Woche mit namhaften regionalen Teams, die teilweise weitaus häufiger rausfahren, mithalten können.

Kommenden Samstag werden wir bei der Regatta in Kupferdreh wieder angreifen: Nach der Regatta ist vor der Regatta!! ;)