Es war ein regnerischer und auch recht kühler Märztag. Das Team RuhrCafe, eine zusammengewürfelte Truppe aus Mitgliedern der beiden befreundeten Drachenbootteams Ruhrfire und Cafeplantscher, nahmen die Herausforderung an, am Halbmarathon in Oberhausen teilzunehmen. 21,7 km, für die meisten im Boot eine neue Erfahrung.

Wird sich das regelmäßige Training im Winter, auf der manchmal sogar teilweise zugefrorenen Regattastrecke Wedau auszahlen? Werden wir durchhalten?

Beim Start regnete es noch ein wenig, aber die ersten Kilometer waren schnell geschafft, der Himmel erhellte sich und die Sonne kam sogar heraus.

Ralf unser Steuermann beruhigte uns, als wir von einem anderen Team überholt wurden, das das nicht unser Massstab sein könne und wir versuchten so lange wie möglich an den Profis dran zu bleiben. Die scheinen das öfter zu machen, tuschelten sich einige Teammitglieder schon vor dem Start zu, als die Gegner „abgeschätzt" wurden. Mit einer Lenzpumpe gegen das evtl. reinlaufende Regenwasser konnten wir nicht mithalten. Bei uns mussten es gegenenfalls zwei Schwämme tun.

Mit der Zeit hatten wir unseren Rhythmus gefunden. Die Schlagleute hielten die Frequenz hoch und wir anderen nahmen den Schlag auf und durchpflügten das Wasser. Als wir nach ca 12,5 km wieder am Bootshaus vorbeikamen und Anfeuerungsrufe von ein paar, auch bei diesem Wetter ausharrenden, Zuschauern hörten bekamen wir die zweite Luft. Auch der zwischenzeitlich wieder einsetzende Regen konnte uns nicht wirklich bremsen, nein er sorgte sogar für etwas Abkühlung ... Jeder spürte mittlerweile die Anstrengung und die langsam schwindene Kraft in den Muskeln. Man hörte auch hin und wieder ein leichtes Stöhnen doch Mann und Frau gab Alles fürs Team.

Zwischendurch forderte unser Steuermann uns auf 20 harte Schläge zu machen, wenn er glaubte wir würden zuviel Geschwindigkeit verlieren. Nach der letzten Wende sehnte sich jeder nach dem immer näher kommende Ziel. Dann war es fast geschafft. Ralf feuerte uns nochmal an und wir legten noch mal die letzten Kräfte in die Paddel.

Wir waren im Ziel – jeder war stolz auf sich, diese Strecke geschaft zu haben. Wir lagen uns in den Armen und beglückwünschten uns gegenseitig.
Die Zeit: 1.52,06. Gut, aber nebensächlich. Der 5. Platz – besser als erwartet, aber auch nicht wichtig.

Wichtig in diesem Moment – jeder hat seinen eigenen Schweinehund überwunden und gemeinsam haben wir als Team das selbstgesteckte Ziel erreicht.

Gruss an die Cafeplantscher - wir waren eine super Truppe !

Besonderen Dank an dieser Stelle auch an unseren Abteilungsvorsitzenden Oliver Vogt, der u.a. den Transport des Bootes übernommen und die Sprechanlage besorgt hatte.

Danke für diese Erfahrung

Teammitglied Kalle